6. Hoisbütteler Hasenlauf

Datum: 31.05.2015
Ort: Hoisbüttel
Strecke: 10 km
Web: www.hasenlauf.com

Ist es die Leere nach dem Marathon, ist es einfach nur das wirkliche Leben oder doch nur Faulheit, was einem am Training hindert? Man weiß es nicht.
Trotzdem ging es für mich zum dritten Mal nach 2013 (5 km) und 2014 (10 km) in Richtung Hoisbüttel.
Diesmal aber gab es für mich eine Besonderheit: Meine Jüngste (6 Jahre) lief zum ersten Mal ein offiziellen Lauf, den Minihasenlauf über 400m mit.
Diesen zu verfolgen war fast anstrengender als der eigene Run, da man erst dutzende von Miteltern zur Seite drängeln musste um ein Foto des eigenen Kindes beim Start zu bekommen (was nicht gelang) und dann die 400 Meter in Richtung Ziel sprinten um vielleicht den Schopf doch noch vor die Linse zu bekommen.
Auf jeden Fall war die Kurze stolz wie Bolle und Medaille, Finishershirt und Urkunde wurden stolz herum gezeigt.

Ob ich Papa ebenso stolz sein würde bezweifelte ich doch sehr. Ohne echte Vorbereitung rechnete ich nicht mit einer Bombenzeit, vor allem da der Lauf nicht grade topf eben ist und der Untergrund mit einigen tiefen sandigen Passagen (Pferdepfade) nicht grade zum Sprint einlud.

Punkt 11:30 Uhr erfolge ein humorloser Startschuss und schon auf den ersten beiden Kilometern fühlte ich mich ein bisschen unrund. Es war doch wärmer als erwartet und ein unangenehmes Durstgefühl hinderte mich in den flow zu kommen.
Die erste Steigung in Richtung KM 2 erforderte erhöhten Armeinsatz.
Ich hatte das Gefühl mich kaum von der Stelle zu bewegen und meiner App traute ich nicht so wirklich über den Weg, da zwischen Schild auf der Strecke und Ansage der App bezüglich der Distanz manchmal ca. 200 Meter lagen.
Nach knapp 4km gab es Wasser und Gel. Beides war mir sehr willkommen und ich hoffe dass meine Beine etwas leichter werden würden.
Ab KM 6 fühlte ich mich endlich richtig wohl und zog das Tempo leicht an, obwohl ich vom Gefühl her seit dem Start auf Anschlag lief.
Wie es denn so ist: Bei KM 7 wurde ich von einer miesen Baumwurzel attackiert und nur mit Mühe konnte ich einen Sturz verhindern. Dies allerdings auf Kosten eines fiesen Schmerzes in der linken Leiste, der nach ein paar gegangenen Metern zum Glück nachließ. Ein zweites Mal ging es an den Versorgungspunkt und mein Text: „Verdammt, im Kreis gelaufen.“ sorgte für einiges Grinsen.

Der Schlussspurt zum Ziel verlangte nochmal alles ab und nach der Ziellinie wäre ich am Liebsten wie ein Kartenhaus zusammen geklappt.

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